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Vor kurzem bekamen wir unseren ersten Kromiwelpen, Ashanti vom glatten Kiesel, ein glatthaariges Prachtstück!
Mittlerweile ist sie fast 5 Monate alt und bereits sehr aktiv in der Hundeschule - sowohl mit Gehorsamkeit wie auch Baby-Agility. Bei uns zu Hause (und das liegt im nördlichen Teil Dänemarks) ist sie eine ganz Liebe: verschmust, verspielt und äusserst charmant. Auf dem Trainingsplatz zeigt sie uns dann die anderen feinen Qualitäten dieser außergewöhnlichen Hunderasse.

Ashanti vom glatten
Kiesel mit Freja
Deshalb schicke ich hier ein par Tipps und Tricks von unserem Trainingsalltag, die gut für uns funktionieren und evt. anderen als Inspiration dienen können:
Seit Mitte Januar, als Ashanti bei uns einzog, hat sie jeden Tag gespannt zugeschaut, wie ich mit unserem 2 jährigen Border Collie Freja übe. Egal ob bei uns zu Hause, auf dem Trainingsplatz oder im Wald ist da der Clicker bei uns feste Ausstattung. Jedes Mal wenn Freja eine Übung gut gemacht hat, bekommt sie
prompte die Belohnung: Click - Leckerei (z.B. im Ofen getrocknete Leber, kleine Würstchenstücke, zerkleinerte Frolics, usw.). Das hat Ashanti sehr schnell begriffen.
Aha, dachte sie, wenn Freja das kann, kann ich es erst recht!
Und so bekam ich von Anfang an einen Kromi, der topmotiviert das Training begann.
Obwohl sie noch so jung ist, kann sie mittlerweile schon alle normalen Übungen der Welpenschule (so wie Sitz, Deck, Steh, Hier, Ja/Nein, Touch und Kontakt). Mit dem Clicker üben wir auch schon “Frei am Fuss”, wo ich mit dem Click warte, bis sie zufälliger Weise genau links neben mir am Bein läuft und dann noch hoch schaut. Mittlerweile hat sie das so gut begriffen, dass sie selber den Platz und den Kontakt sucht, um viel Lob, Clicks und Leckereien zu bekommen - was sie dann natürlich auch in Übermaßen bekommt. Wie nett und lieb und klug sie da alles mitmacht, ist echt zur gegenseitigen Freude. Keine Frage mehr - für mich sind Border Collies und Kromis die zwei klügsten Hunderassen der Welt geworden!
Im Laufe unseres Trainings legen wir viele Spielpausen ein, um ihre Motivation von Anfang an richtig aufzubauen. Training soll ihr ja schliesslich Spaß machen - und mir auch. Oft spielen wir dann mit dem Ball, wo geschossen und gefangen wird. Mit einer weichen Schnur am Ball, kann auch gut gezogen und um den Ball “weitergekämpft” werden. So lasse ich mich dann von Ashanti schön mit rumziehen, um ihr viel Selbstvertrauen und Freude am Spiel zu geben, was meinen Titel als “Leithund” in anderen Zusammenhängen nie in Frage stellt.
Ashanti ist natürlich noch viel zu jung, um richtiges Agility zu üben. Gerade deshalb hat unser Tainer ein Babyprogram für uns zusammengestellt. Hier verfolge ich das gleiche Prinzip, wie ich auch von Anfang an ihre Motivation für das Gehorsamkeits- und Clickertraining genutzt habe. Anfangs war Ashanti nur Zuschauer, wenn ich mit Freja übte. Aber das hat ihr gar nicht gepasst und so fingen wir zwischendurch an Pausen von 5 - 10 Minuten einzulegen, wo sie dann teilnehmen durfte.
Vor solcher Pause lege ich dann alle Hindernisse auf den Rasen und habe für kleine Futternäpfe an ausgewählten Stellen mit Leckereien gesorgt. Ashanti kennt nämlich bereits das Kommando “Vorwärts” - im Sinn: geh bis zur Futterschale vor. Und so lernte sie sehr schnell zu erst eins, dann zwei und mittlerweile drei Hinternisse in gerader Linie zu überqueren.
Auch hier ist der Clicker bei uns nicht mehr wegzudenken. Der Sinn der Sache ist ja, nicht zu schnell fortzufahren, sondern ihr von Beginn an beizubringen, Hindernisse mit Freude, Spass und Leckereien zu verbinden.
Und das klappt! Mittlerweile hat sie sich nicht nur an den Agilityplatz gewöhnt, sondern läuft auch schon durch den Tunnel, als ob es nichts wäre.
Man sieht ihr die Freude an und merkt deutlich, wie schnell zwei Hunde von einander lernen können. So kommt die Zeit, die ich in Frejas Hundeausbildung investiert habe, wieder doppelt zurück! Denn egal welche Aufgaben ich Freja stelle, will Ashanti mitmischen...
Mittlerweile hat Freja ihr auch schon das Hüten gelernt - so dass Ashanti wahrscheinlich der einzige Kromfohrländer in ganz Dänemark (vielleicht
auch Deutschland?) ist, mit dem man auch Schafe stehlen gehen kann :-)
Elorie Hartmann Oestergaard, DK
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