Atos von der Sonnenburg



Am 6. Mai 2001 wurde in der WDR Sendung „Tiere suchen ein Zuhause“ über Atos von der Sonnenburg berichtet, einem 12jährigen Kromfohrländer, der ins Tierheim abgeschoben worden war (der wuff berichtete ausführlich in seiner Ausgabe 2/2001).
Atos ist der Onkel von meiner Kromihündin „Fennja“ (Antje vom Grundend), ihre Mutter ist Asta von der Sonnenburg.

Aber das ist nicht der Grund, weshalb ich genauso entsetzt war wie viele andere auch. Ein so liebenswertes Geschöpf in die Verlassenheit eines Tierheimes abzugeben. Und das in dem Alter. Jahrelang war er Mitglied in der Familie, seinem Rudel. Jetzt wird er abgeschoben, nicht begreifend, was da mit ihm geschieht. Wie sollte er auch? Ich begreife es auch nicht.
Ich hoffe, dass wir nie wieder über einen Kromfohrländer im Tierheim hören. Die Züchter haben meist einen Passus im (Ver-)Kaufvertrag, der ihnen ein Vorkaufsrecht bei einem notwendigem Besitzwechsel zusichert. Sie machen hoffentlich auch Gebrauch davon, wenn nötig! Zudem hilft der Verein in jedem Fall weiter!



Um so erfreulicher war ein Nachbericht in „Tiere suchen ein Zuhause“ vom 20.1. 2002. Die Moderatorin berichtete davon, dass alle Mitarbeiter es manches Mal schwer haben, die vorgestellten Tiere wieder zurück in die Obhut der Tierheime geben zu müssen. Aber schließlich könne man nicht alle Tiere mit nach Hause nehmen.

Dieses Mal war es aber anders: Die Assistentin der Moderatorin nahm Atos mit zu sich nach Hause. Zu ihrem Mann, dem Sohn, drei Katern und dem Mischlingshund „Sancho“, der ebenfalls vor sieben Jahren aus dem Tierheim geholt wurde. Sie hatte gesehen, wie sehr Atos im Heim gelitten hat; die Pfoten zerbissen, total abgemagert, traurig und leidend. Die Familie war einverstanden und sie holten Atos am nächsten Tag aus dem Tierheim in Düsseldorf. Atos hatte eine neue Familie.

In dem Bericht war sehr schön zu sehen, wie gut sich Atos eingelebt hat. Er spielt mit Sancho, verträgt sich mit den Katern und lässt sich von den Menschen liebend gern streicheln. Sein Gewicht ist wieder normal und seine nunmehr 13 Jahre sah man ihm nicht an.
Wollen wir hoffen, dass ihm noch ein paar schöne Jahre in dieser Familie vergönnt sind.

Thomas Billig

(aus wuff 1/2002)

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