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Bautz, der Therapiehund von Ruth Lauff |
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wuff-Redaktion, zum Artikel „Kromfohrländer - die idealen Therapiehunde?" im wuff 1/2002 möchte ich auch etwas beitragen. Unser Alabaster vom Kaisergärtchen, Bautz genannt, ist Fremden gegenüber sehr zurückhaltend wie wohl die meisten unserer Hunde. Seiner Familie gegenüber besitzt er eine hohe Sensibilität. Den Vormittag verbringt er in der Regel bei meinen Eltern - beide nicht mehr die jüngsten. Meine Mutter leidet häufig unter Luftnot - aber sie hat ja Bautz! Bautz weiß genau, wo ihre Medikamente liegen, und sie braucht auch nur zu sagen: „Ich bekomme schlecht Luft", nein, eigentlich braucht sie nichts zu sagen, sie braucht nur nach Luft zu ziehen, schon läuft Bautz los und bringt ihr das Medikamententäschchen. ![]() Neulich hatte sie abends ihr Asthmaspray verlegt. Als sie am nächsten Morgen schlecht Luft bekam, half ihr Bautz auch, obwohl das Spray nicht am gewohnten Platz lag. Er suchte das Zimmer ab und wurde schließlich unter dem Sofa fündig. Er kratzte das Spray mit den Pfoten hervor und legte es meiner Mutter in die Hand. Auch als meine Mutter einmal unter der Dusche einen Asthmaanfall bekam und ihre Medizin brauchte, half Bautz sofort, obwohl es nicht so einfach für ihn war, den Kopf mit dem Spray in der Schnauze hinter den Duschvorhang zu strecken. Wenn meine Eltern es sich auf dem Sofa gemütlich machen und meine Mutter hat ihr Strickzeug vergessen, braucht sie es nur Bautz zu sagen. Er geht an die Schublade und bringt es ihr. Wenn einmal etwas auf den Boden fällt, hebt Bautz es natürlich auf. Dann springt er auf Sofa oder Bett und legt den Gegenstand meinen Eltern in die Hand, so dass sie sich nicht einmal zu bücken brauchen. Ist Bautz mit meinen Eltern unterwegs und sie treffen einen fremden Rüden, interessiert ihn das ganz gegen seine sonstige Gewohnheit überhaupt nicht, als ob er spürt, dass sich meine Eltern auf keine „Diskussion" mit fremden Hunden einlassen können. Auch mit unserem mittlerweile leider verstorbenen Terrier Pluto ging er äußerst zart und liebevoll um, obwohl sich Pluto an keine „Hunderegel" mehr hielt, da er taub, fast blind und verkalkt war. Auch den Abgang von Urin konnte Pluto verständlicherweise nicht mehr steuern. Das übernahm Bautz. Er „kontrollierte“ immer wieder mal bei Pluto und wenn er merkte, dass Pipi kam, lief er zu uns, stupste dann Pluto und dann die Leine an. Bautz hat keine besondere Ausbildung; er hat nur vieles gelernt und wendet es eben an. Für meine Eltern ist es keine „Belastung", ihn zu beaufsichtigen, für sie ist es eine Bereicherung, und zwar sowohl psychisch als auch rein praktisch. Alle etwas älteren Nachbarn beneiden sie darum. Ruth Lauff |
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