Liebe Leser!
| In der Märzausgabe des UR fiel mir eine Buchbesprechung auf, die mich als Züchter sofort interessierte. "Die Hündin" von J.M. Evans und K. White. Dieses Buch besorgte ich mir natürlich und ich muss sagen, es übertraf meine hochgesteckte Erwartungshaltung sogar noch, auch wenn, wie in so manch einem anderen Hundebuch die eine oder andere Aussage kritisch hinterfragt werden muß. Dieses Buch ist ein ganz großer Gewinn für Hündinnenbesitzer und natürlich besonders für Züchter. Die Autoren, eine Tierärztin und eine Journalistin, beschreiben mit enorm viel Einfühlungsvermögen und Sachverstand die funktionelle Beschaffenheit der Hündin als weibliches Wesen und nicht nur als Hund im allgemeinen. In den Kapiteln Zucht und Geburtshilfe findet der Züchter wertvolle Hilfen, die ich bisher noch in keinem anderen Hundebuch so detailliert und leicht verständlich fand. Doch auch dem interessierten Hündinnenbesitzer ohne Zuchtambitionen sei dieses Buch empfohlen. Nicht umsonst lautet der Untertitel dieses Buches: "Ein Handbuch zum besseren Verstehen und Betreuen von Hündinnen". Mein Fazit: Unbedingt kaufen und von vorn bis hinten lesen! |
|
|
|
Wer sich gerne mit Psychologie beschäftigt, dem sei folgendes Buch empfohlen: Jürgen Körner: Bruder Hund & Schwester Katze. Der Psychologe Jürgen Körner schildert, wie sich die Tierliebe im Lauf der Geschichte entwickelt hat. Die Geschichte der Beziehung zwischen Mensch und Tier ist schließlich so alt wie die Geschichte der Menschheit selbst.Tiere waren und sind für uns Menschen vieles, Beute, Nahrung, Feind, Statusobjekt, dienstbare Helfer und Freund. Dabei ist die Tierliebe eine "Erfindung" der Neuzeit .Jürgen Körner definiert die Tierliebe als einen "Versuch der Selbstheilung angesichts einer schmerzhaft erlebten Entfremdung von der Natur und von der Natürlichkeit in uns selbst". Aber er zeigt auch die Asymmetrie des menschlichen Verhältnisses zum geliebten Tier: "Es hat keine andere Wahl, aber das stört uns nicht, weil wir uns darüber hinwegtäuschen." Ein besonderes Buch für den Tierfreund, der auch Selbstkritik zulässt. |
Bei der Lektüre dieser Bücher wünsche ich Ihnen viel Vergnügen.
Inga Becker
| (aus wuff 2/1999) |
zurück zum
wuff-Archiv
|
![]() |