| Literaturhinweise |
Alte Hunde, na und? |
7. Dezember 2001. Wir haben einen Grund zu feiern. Unsere Tamina ist 10 Jahre alt. Auch für einen Kromi nicht unbedingt ein selbstverständliches Alter. Leider gibt es viele, die schon früher in den Hundehimmel gehen, oder schlecht zu Fuß sind und wirklich wie ein alter Herr oder eine alte Dame langsam auf ihrem Spaziergang dahin trotten.
Nicht so unsere Tamina. Noch immer hat sie Pfeffer im Hintern, zeigt uns ihre Kapriolen, und ab und zu fetzt sie im Tabularasa über die Wiesen, sehr zum Erstaunen mancher Spaziergänger. Zudem ist sie noch immer lernfreudig, denn neuerdings können unsere drei Hunde doch tatsächlich zusammen an einem Tuch zerren. Ein Spiel, das Tamina noch vor einigen Wochen abgelehnt hat.
Nun kenne ich inzwischen viele Kromis und frage mich natürlich, woran das liegen mag, dass die einen so fit und die anderen eben weniger fit sind.
Eine glückliche Paarung? Ein Blick ins Zuchtbuch genügt, um sich da seine eigenen Gedanken zu machen. Sind doch Tamina und ihre Geschwister das Ergebnis eines Deckunfalls. Ihr Vater ist zugleich auch ihr großer Bruder. Schon vor 10 Jahren hat dies übrigens zu mächtig viel Ärger geführt. Es wurde eine Zuchtsperre sowohl für die Mutter als auch für die Welpen von je zwei Jahren verhängt. Was nur richtig war.
Ich glaube eher, dass sowohl die Ernährung, als auch das jeweils richtige Maß an Bewegung ein wichtiger Faktor für die heutige Aktivität und Beweglichkeit unseres Hundes ist.
Innerhalb weniger Tage hat Tamina mir damals klargemacht, was sie denn so von Trockenfutter und Flocken hält. Nämlich nichts. Der gut 4 kg schwere Welpe saß vor seinem Napf und hat nur eine lange Nase gemacht. Nach zwei Tagen habe ich aufgegeben und gekocht. Fleisch, Karotten und Reis, abgerundet mit Hüttenkäse und Sonnenblumenöl.
Liest man die heutige Literatur, so dürfte man keinen Hund so ernähren. Hier spricht man nur von Mangelerscheinungen, stumpfem Haar, Knochenschädigung. Mal ganz ehrlich? Wenn Sie beim Mittagessen sitzen, haben Sie dann ein Streupulver mit Calcium, Phosphor, Vitaminen und sonstigem neben sich, damit Sie keine Mangelerscheinungen durch Ihr gerade bereitetes Mittagessen bekommen? Na, sehn Sie. Und wie gesagt: 10 Jahre und nur Blödsinn im Kopf.
Bei der Zubereitung der Mahlzeiten für meine Hunde halte ich mich gerne an H. G. Wolff (Unsere Hunde - gesund durch Homöopathie), der in seinem Buch die Zusammensetzung des Futters vorgibt, und ergänze die Mischung mit Sonnenblumenöl und Hüttenkäse.
| Bilka vom Wiehenhorst 6 ½ Jahre, Cinderella von der Au 1 Jahr und Tamina vom Antareshof 10 Jahre alt |
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Aber nicht dass man glaubt, unsere Hunde werden ausschließlich bekocht. Schon seit langem gibt es Fertigfutter, wenn ich keine Zeit zum Kochen habe oder wir im Urlaub sind. Wer Tamina kennt, weiß, dass sie inzwischen kein Kostverächter mehr ist. Manchmal bringt sie mich an den Rand des Wahnsinns, wenn es irgendwo im Saal knistert und Tamina sofort, ganz Ohr, auf der Futterpirsch ist.
Das richtige Maß an Bewegung. Noch heute höre ich Familie Koschnicke ganz eindringlich auf mich einreden, das übliche Kromigehopse möglichst zu vermeiden und keine zu langen Spaziergänge mit dem kleinen Hund zu machen, längstens 20 Minuten mit dem Welpen. Ganz geglaubt haben wir das damals nicht. So haben wir tatsächlich einmal einen wesentlich längeren Spaziergang unternommen – die Kleine läuft doch ganz gut – und das Ergebnis waren überstrapazierte Gelenke. Einmal und nie wieder. Eine ganze Woche wurde sie geschont.
Inzwischen weiß ich, dass die Knochen der Hunde ca. ein Jahr benötigen, um ganz zu mineralisieren und fest zu sein, d.h. sich vom reinen Knorpel zu Knochen zu verwandeln. Gerade deshalb ist es wichtig, die Kleinen nicht zum Springen zu animieren, das Stöckchen nicht auf Schulterhöhe zu halten, weil der Welpe bzw. der Junghund doch daran so viel Spaß hat und als Hundeführer zu bestimmen, wann Schluss ist. Ich habe noch keinen Welpen gesehen, der schon einmal diese Bücher gelesen hatte, worin stand, wann ein Welpe genug hat!
Und natürlich später ausgiebige Spaziergänge bei jedem Wind und Wetter, um die Muskeln und den Stoffwechsel zu trainieren.
Noch heute ist es möglich, mit Tamina Wanderungen über einige Stunden zu machen. Es stellt sich hier immer die Frage, wer als erster vielleicht schlapp macht. Tamina nicht. Nur ihre Ruhezeiten sind länger als früher.
Wir hoffen sehr, dass uns Tamina noch einige Jahre so fit erhalten bleibt und zusammen mit den anderen zwei Kromis noch viele, viele lustige Stunden verbringen kann.
| Literatur: Futterzusammensetzung nach
H.G. Wolff |
Unsere Hunde
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Und noch etwas für das schöne, glänzende Fell aus „Hausmittel für Hunde“ von Petra Durst-Benning Haarglanz-Tonic: 1 Tasse Gemüsebrühe oder eine salzarme Brühe aus Brühwürfeln 1/3 bis 1/2 Tasse Sonnenblumenöl 2 Esslöffel Hefeflocken 3 Esslöffel Weizenkeime 1 hartgekochtes Ei mit Schale Alle Zutaten im Mixer pürieren bis eine dickflüssige Masse entsteht. In ein Glas mit Schraubverschluss abfüllen. Im Kühlschrank ca. eine Woche haltbar. Vor Gebrauch Tonic kurz durchschütteln und Tagesration zimmerwarm werden lassen. Täglich 2 EL zum Futter geben. Gerade in der Zeit des Fellwechsels ist das Haarglanz-Tonic eine wahre Kraftstoffbombe für Ihren Hund |
Marion Wisst
| (aus wuff 1/2002) |
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