Unbekannte Gefahren

Hundespielzeug 

von Thomas Billig
 

Wer hat sie nicht schon selbst gesehen - die “fliegenden Hunde”, wenn sie einer Frisbee-Scheibe hinterher springen. Oder Gruppen von Hunden, die zusammen toben. Zweibeiner, die mit ihren Hunden “Nasenarbeit”, sprich Fährtenarbeit machen. Zum Spaß an der Freude. Man kann förmlich sehen, wie viel Spaß es den Hunden bereitet, zu spielen.

Doch man ist ja nicht ständig draußen, kann nicht immer mit anderen Gefährten zusammen sein. Aber Spielen ist absolut wichtig für den geliebten Vierbeiner. Es festigt die Beziehung zum Herrchen oder Frauchen, steckt dem Hund Grenzen (Prägung/ Unterordnung) und nebenbei lernt das Tier Kommandos kennen, die zur Erziehung dienen können. Zudem ist der Vierbeiner beschäftigt, hat keine Langeweile und kann deshalb nicht auf die Idee kommen, Tischbeine anzuknabbern.

Also, da Spielen wichtig für unser Tier ist, besorgen wir ihm Spielzeug, damit im Hause gespielt werden kann. Wie wir auch Kindern Spielzeug schenken, verschaffen wir unserem tierischen Liebling Kurzweil.

Doch Vorsicht ist dabei angesagt! Nicht jedes Spielzeug ist geeignet und vor allem, nach neuen Untersuchungen von “ÖKOTEST” (veröffentlicht im Jahrbuch für 2008) , gesundheitlich unbedenklich. Obwohl Hunde und Katzen eine ähnliche Schadstoffverträglichkeit haben wie Kinder, werden Spielsachen mit höchst bedenklichen Inhaltsstoffen angeboten. ÖKO-TEST konnte nur einmal “sehr gut” und zweimal “gut” vergeben. Dafür aber sieben Mal “ungenügend”! Inhaltsstoffe, die übrigens in Kinderspielzeugen verboten sind.

Es wird mit fruchtschädigenden, krebserregenden und ergbutverändernden Stoffen nur so herumproduziert. Keine Rücksicht darauf, dass Hunde ja auch auf den Spielsachen herumkauen und hineinbeißen. Nun soll hier ganz bestimmt nicht den Hundebesitzern eine mögliche Erklärung für die Epilepsieerkrankung ihres Hundes geliefert werden, doch darf man schon fragen, ob diese Schadstoffe sich nicht negativ auf die Zucht auswirken können.

Der Preis eines Spielzeuges gibt übrigens keine Auskunft darüber, ob es sich um “gesundes” Spielzeug handelt oder nicht. Da diese Artikel große Umsatzbringer in der Tierzubehörindustrie und -handel sind, werden gute und schlechte Waren fleißig weiter verkauft. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) hat eine “Checkliste über tierschutzwidriges Zubehör” erstellt, die unter www.zzf.de. nachgelesen werden kann.

Es bleibt uns nur übrig, beim Kauf von Spielsachen für unseren Vierbeiner aufzupassen und geeignete und ungefährliche Artikel zu kaufen.

Mit frdl. Unterstützung von ÖKO-TEST
   
  aus wuff 4/2007