Zwingernamen - Wie der Zwinger zu seinem Namen kam

Vom Treuter 
 

Als es vor 10 Jahren darum ging, selbst zu züchten und nicht immer nur bei Schwiegermutter bzw. Omama die süßen kleinen Kromis zu sehen, waren wir gerade frisch aufs Dorf gezogen.

Dass sich der Zwingername von einem Flurstück herleiten sollte - schon aus Tradition klar! Also ging ich froh an die Antragstellung: “Von der Liethe” war die erste Wahl, denn dort gehen wir täglich die Hunderunde. “Von der Hohen Börde” wäre auch nicht schlecht gewesen, weil es so ein schöner Widerspruch zu sein scheint und trotzdem stimmt, denn wir leben auf dem letzten Zipfelchen Lössboden und haben hier kleine Endmoränen, die zum Nachbardorf ins Urstromtal des Flüsschens Ohre abfallen.
 
“Vom Treuter” war der dritte Vorschlag. Das steht auf einem dicken Stein an unserer Bushaltestelle und soll an eine alte Flurbezeichnung erinnern. Außerdem hört es sich irgendwie treu, ehrlich und nach Hund an, fand ich. Dann kam die Karte zurück und der letzte Vorschlag war genehmigt worden.

Es gab noch andere Formalitäten zu erledigen und so dachte ich nicht weiter darüber nach. Im Oktober 1996 erblickte der A-Wurf vom Treuter noch fast auf einer Baustelle das Licht der Welt.
 

Nun erwarte ich im Dezember schon den J-Wurf und bin bezüglich meines Zwingernamens noch kein Stück klüger als vor 10 Jahren. Ein Flurstück namens Treuter ist in unserer Gegend einmalig, nämlich in Hohenwarsleben.

“Googelt” man den Begriff, kommt als erster Eintrag meine Homepage. Ein riesiger Vorteil, aber keine Erklärung für die Wortbedeutung. Als Familienname findet man Treuter eher im süddeutschen Raum. Das hilft mir auch nicht weiter. Vielleicht kann mir ja eine Leserin oder ein Leser des WUFFs mehr verraten?

That´s it!
Viele Grüße Eleonore von Westarp
 
  aus wuff 5/2006